Steuern auf Wertpapiere in Österreich: So werden Investitionen & Trades versteuert

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Zuletzt aktualisiert: 19. Februar 2021

Das Wichtigste in Kürze
Finanzprodukt
Steuersatz
Kommentar
Aktien, Anleihen, ETFs, Fonds, Dividenden
27,5 %
Wird bei Banken & Brokern mit Sitz in Österreich automatisch abgeführt. Keine Handlung seitens des Anlegers notwendig.
CFDs, Forex, Futures, Optionen, P2P-Kredite, Crowdinvesting
Persönlicher Einkommenssteuersatz (25 % - 55 %)
Spekulationsgewinne werden vom Gesetzgeber nicht als Kapitalerträge eingestuft und fallen zur Einkommenssteuer.
Kryptowährungen (zB. Bitcoin)
Steuerfrei bei Haltedauer von > 1 Jahr. Bei Verkauf unter einer Haltedauer von 1 Jahr fällt der persönlicher Einkommenssteuersatz (25 % - 55 %) an.
Bei Kryptowährungen gelten erfreuliche Regelungen in Österreich.
STEUERN

Kapitalertragssteuer, Einkommenssteuersatz und Spekulationsfrist

Man möchte meinen, dass jegliche Investitionen und Trades auf die gleiche Art und Weise versteuert werden. Dies ist jedoch nicht der Fall. Welche Steuer und somit auch welcher Steuersatz auf Gewinne fällig wird, ist vom jeweiligen Finanzprodukt abhängig.

Aktien, ETFs, Fonds, Dividenden, Optionsscheine und Zertifikate: 27,5 % (KESt.)

Die sogenannte “Kapitalertragssteuer” von 27,5 % wird auf Gewinne aus Investitionen verrechnet. Als Investition werden Wertpapier gesehen, die normalerweise mit einer langen Haltedauer einhergehen. Dazu zählen Aktien, ETFs, Fonds, Optionsscheine und Zertifikate.

CFDs, Forex, Futures, Optionen und P2P-Kredite: Persönlicher Steuersatz (25 – 55 %)

Da typisches Trading aus Sicht des Gesetzgebers in den rein spekulativen Bereich fällt, werden Gewinne aus Finanzprodukten wie CFDs, Forex, Futures, Optionen aber auch P2P-Krediten mit dem persönlichen Einkommenssteuersatz, welcher zwischen 25 % und 55 % liegt, versteuert und es daher keinen fixen Steuersatz gibt. Beim persönlichen Einkommenssteuersatz wird das gesamte Einkommen eines Jahres in einen Topf geworfen und daraus der zu zahlende Steuersatz abgeleitet:

Einkommenshöhe (Kalenderjahr)
Steuersatz
Unter € 11.000
0,00 %
€ 11.000 bis € 18.000
25,00 %
€ 18.000 bis € 31.000
35,00 %
€ 31.000 bis € 60.000
42,00 %
€ 60.000 bis € 90.000
48,00 %
€ 90.000 bis € 1.000.000
50,00 %
Ab € 1.000.000
55,00 % (Bis 2020, danach 50 %)
Quelle: https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/99/Seite.991701.html

Kryptowährungen: Persönlicher Steuersatz (25 – 55 %) mit Spekulationsfrist

Für Kryptowährungen gelten aktuell noch Sonderregelungen. Da Bitcoin & Co. aktuell nicht als Währung gilt, wird es als “unkörperliches  Wirtschaftsgut” eingestuft.

Werden Kryptowährungen mehr als 1 Jahr lang gehalten, sind Gewinne bei Veräußerung steuerfrei. Findet ein frühzeitiger Verkauf statt, kommt der persönliche Einkommenssteuersatz nach § 27a Abs. 1 Einkommenssteuergesetz (EStG.) zum Tragen und beträgt zwischen 25 % und 55 %.

Es ist davon auszugehen, dass Kryptowährungen eines Tages unter die KeSt fallen werden. Eine derartige Änderung des Steuergesetzes ist jedoch aktuell noch nicht in Sicht.

Achtung: Nicht nur ein Verkauf der Kryptowährung in Euro, sondern auch der Tausch/Verkauf zwischen zwei Kryptowährungen werden besteuert. Wenn Sie also beispielsweise Ihre Bitcoins in Ethereum tauschen und dabei Gewinn machen, ist dies ein steuerpflichtiger Vorgang.

Quelle: https://www.bmf.gv.at/steuern/kryptowaehrung_Besteuerung.html

Besonderheit bei Nicht-MeldeFonds/ETFs und thesaurierenden ETFs

Steuer
BESONDERHEIT
Therausierende ETFs
27,5 % KESt. auf alles (Gewinne & Dividende)
60 % der Substanzgewinne (Dividende & Zinsen) werden sofort versteuert, die verbleibenden 40 % bei Verkauf.
Leichter Steuervorteil.
Ausschüttende ETFs
27,5 % KESt. auf alles (Gewinne & Dividende)
Keine
MeldeFonds/ETFs
27,5 %
Keine
Nicht-MeldeFonds/ETFs
27,5 % auf 90% der jährlichen Kursgewinne bzw. mindestens auf 10 % des ETF-Wertes.
Steuerlich benachteiligt.

Auf die Problematik bzw. Steuer-Besonderheiten bei sogenannten “NichtMeldeFonds” sowie thesaurierenden ETFs sind wir im Detail bereits an dieser Stelle eingegangen.

Deshalb nur ein Kurzüberblick mit den wichtigsten Details:

  • Bei thesaurierenden ETFs (Ausschüttungen werden reinvestiert), welche Dividenden oder Zinsen abwerfen, werden 60 % dieser sogenannten “Substanzgewinne” sofort mit dem üblichen KESt.-Satz von 27,5 % versteuert. Die restlichen 40 % davon, sobald Sie den ETF verkaufen. Somit kann ein leichter Steuervorteil ggü. ausschüttenden ETFs erzielt werden, da die Zinserträge höher sein können.
  • Es  gibt Melde- und Nicht-Melde-Fonds bzw. ETFs. Beide Fonds-Arten können aus dem In- oder Ausland kommen. Beim NichtMeldeFonds erfolgt jedoch keine automatische Meldung der Gewinne. In diesem Fall werden 90 % der Kursgewinne, mindestens jedoch 10 % des gesamten Fondswertes am Ende des Kalenderjahres versteuert. Grundsätzlich sind die meisten Fonds aber MeldeFonds und daher steuerlich einfach zu handhaben.

KESt.-Erhöhung auf 27,5 %

Der aktuell gültige KESt.-Steuersatz von 27,5 % war nicht immer so hoch und wurde erst mit 01.01.2016 eingeführt. Der alte Steuersatz von 25,00 % gilt seit diesem Tag nur für Einkünfte aus Geldanlagen und nicht verbrieften Forderungen bei Kreditinstituten.

Bei der Erhöhung der KESt. gibt es allerdings keine Sonderbestimmungen bezüglich Alt- und Neubestand. Jede Veräußerung seit dem 01. Januar 2016 wird bereits mit dem neuen KESt.-Steuersatz von 27,5 % versteuert.

Quelle: https://www2.deloitte.com/at/de/seiten/financial-services/artikel/erhoehung-kest-2016.html#l

Steuern fallen nur auf Gewinne an

Anfänger stellen sich oft die Frage, was denn bei einem Verkauf eines Wertpapiers, welches unter die Kapitalertragssteuer fällt, tatsächlich versteuert wird. Wichtig ist es klarzustellen, dass Steuer immer nur für Gewinne abgezogen werden.

Dazu ein Beispiel:

Ein österreichischer Anleger kauft 1 Aktie für € 100,00. Der Kurs steigt auf € 101,00 und der Anleger verkauft. Daraus ergibt sich folgende Berechnung:

  • Der Gewinn beträgt € 1,00
  • 27,5 % von € 1,00 sind € 0,275 Cent
  • Der Anleger schuldet dem Finanzamt in diesem Beispiel somit € 0,275 Cent

Wenn Sie keinen Gewinn oder sogar Verlust gemacht haben, fällt keine Steuer an.

Verluste und Gewinne werden gegengerechnet

Innerhalb 1 Kalenderjahres (01.01. – 31.12.) können Gewinne und Verluste zwischen Finanzprodukte der gleichen Gattung gegengerechnet werden.

Das bedeutet im Klartext: Sollten Sie mit der Aktie von Unternehmen A einen realisierten Gewinn von € 500,00 erzielen, machen im gleichen Jahr aber realisierten Verlust mit einer anderen Aktie von Unternehmen B von € 600,00, ergibt dies unterm Strich einen Verlust von € 100,00. In diesem Beispiel würde also keine Steuer anfallen.

Was Sie allerdings nicht machen können, ist die realisierten Verluste ins nächste Kalenderjahr mitzunehmen.

KESt.-Abfuhr bei Brokern aus dem Ausland

Wenn Sie Ihr Depot bei einem Online Broker aus dem Ausland haben, müssen Sie die Kapitalertragssteuer dafür selbständig an das Finanzamt abführen. Die Deadlines dafür sind:

  • Bis spätestens 30. April des darauffolgenden Jahres in Papierform
  • Bis spätestens 30. Juni des darauffolgenden Jahres über FinanzOnline

Um die KESt. überhaupt zahlen zu können, müssen Sie in FinanzOnline über das Formular “Verf24” einen Erklärungswechsel vornehmen. Anschließend können Sie im Formular E1 – Beilage E1KV Ihre Wertpapier-Gewinne eintragen.

Da es nicht ganz unkompliziert ist, werden wir dazu einen gesonderten Beitrag erstellen.

Können Handelsgebühren vom Gewinn abgezogen werden?

Es erscheint auf den ersten Blick logisch zu sein, dass Orderkosten oder  Depotgebühren als Aufwand vom Gewinn abgezogen werden können. Dem ist jedoch nicht so. Die Kapitalertragssteuer fällt immer auf den Gewinn ohne Abzug etwaiger Handelsgebühren an. Machen Sie also € 100,00 Gewinn, wird die Steuer auch auf diesen Betrag angesetzt. Völlig unabhängig davon, ob Sie dabei vom Broker Order- oder Depotkosten verrechnet bekommen haben.

Steuersätze bei Alt- und Neubeständen

Finanzprodukt
Anschaffungszeitraum
Steuersatz
Aktien, Fonds, GmbH-Anteile
Kauf vor 01.01.2011 (bis 31.12.2010)
= Altbestand
Ansonsten Neubestand
Keine KESt. auf realisierte Kursgewinne
Anleihen, Zertifikate und Derivate
Kauf vor 01.04.2012 (bis 31.03.2012)
= Altbestand
Ansonsten Neubestand
Keine KESt. auf realisierte Kursgewinne
Anleihen, Zertifikate und Derivate
Sonderregelung bei Kauf im Zeitraum zwischen 01.10.2011 und 01.04.2012:
Die Veräußerung gilt als Spekulationsgeschäft.
Keine KESt. auf realisierte Kursgewinne, muss jedoch im Rahmen der Einkommenssteuerklärung mit dem Sondersteuersatz von 27,5 % versteuert worden.

Quelle:
https://www.bmf.gv.at/steuern/Substanzgewinne-bzw-Einkuenfte-aus-realisierten-Wertsteiger.html
https://www.wko.at/service/steuern/Die-Besteuerung-von-Wertpapieren.html

Einkünfte aus Wertsteigerungen (Aktien, Investmentfonds, …) als auch Derivaten (Zertifikate, …) unterlagen vor dem Jahr 2011 nicht der Kapitalertragssteuer. Diese Finanzprodukte wurden erst im Zuges des “BudBG 2011” ergänzt.

Daraus folgend ergab sich die Einteilung in “Altbestand” und “Neubestand”. Unter Altbestand fallen Aktien und Fonds, wenn diese vor dem 01.01.2011 gekauft worden sind. Für Anleihen, Zertifikate und Optionsscheine gilt der 01.04.2012. Käufe NACH diesen beiden Daten der genannten Finanzprodukte gelten automatisch als Neubestand.

Es gibt aber einen Zeitraum, der einer Sonderbestimmung bei Anleihen, Zertifikaten und Optionsscheinen unterliegt: der 01.10.2011 bis 01.04.2012. Wurden die genannten Werte in diesem Zeitfenster angeschafft, gelten diese bei Veräußerung (Verkauf) als Spekulationsgeschäft und werden nicht mit der KESt. versteuert, sondern mit der Einkommenssteuer. Allerdings gilt hier der Sondersteuersatz von 27,5 % und nicht der persönliche Einkommenssteuersatz.

Martin

Martin

Der begeisterte Privatinvestor und Fintech-Enthusiast schreibt regelmäßig Ratgeberartikel in den Bereichen Geldanlage & Finanzen. Nach vielen Jahren im Sales-Bereich und simultanem Studium der Wirtschaftswissenschaften, entschied er sich, sein erworbenes Wissen als Finanzjournalist weiterzugeben.

Dieser Beitrag hat 40 Kommentare

  1. Piotr

    WOW! ENDLICH mal eine österreichische Seite wo es zuerst kurz und bündig und später alles im Detail und mit Beispielen erklärt wird! 💪🏼👏🏼🤩
    PERFEKT! 👌🏼

  2. Beata Lautenschläger

    Hallo, wenn Brooker (Treder) sitzt im Deutschland und ich lebe in Österreich wo muss ich Steuer zahlen?

  3. Stefan Lehner

    Vielen Dank für die sehr umfangreiche und übersichtliche Darstellung!
    Spekulationsgewinne aus CFDs, Forex, Optionen, etc. werden demnach mit dem persönlichen Einkommenssteuersatz versteuert, welcher sich aus dem gesamten Einkommen für das relevante Kalenderjahr ergibt. Dazu zwei Fragen:
    1.) Wenn im einem Jahr ein Spekulationsverlust erzielt wird, kommt dieser dann in gleicher Weise zum Abzug, d.h. reduziert sich dadurch das Einkommen und somit die Steuer?
    2.) Können Aufwendungen, die zum Handel mit o.a. Instrumenten im Zusammenhang stehen, als Werbungskosten abgezogen werden, z.B. Kosten für Handelsplattform, kostenpflichtige Handelssignale, kostenpflichtige Börsenbriefe, etc.

  4. Ralf K.

    Guten Tag, hätte eine grosse Bitte an Sie… Hab in Gossbritanien ein Handelskonto eröffnet und der Broker hat gutes Geld gemacht, aber er sagt auch das ich vor Auszahlung vom Handelskonto, die Steuern, 21% überweisen muss. Bekomme hier nirgends Hilfe über dieses!!!! Danke im voraus und LG

    1. admin

      Guten Tag,
      das entspricht definitiv nicht der Art und Weise wie seriöse Broker auszahlen. Wir raten davon ab, diese vermeintlichen Steuer zu überweisen.
      Viele Grüße,
      AllesBroker

      1. Isabel

        Auch ich soll an meinen US Broker 10 % Steuern im voraus bezahlen, ansonsten gibt es keine Auszahlung. Ich werde jetzt sehr dazu gedrängt, dass ich die Auszahlung endlich beantrage, aber vorher – am besten noch heute – die Steuer bezahlen soll (Begründung: wegen der geografischen Lage und da ich kein US Bürger bin). Am besten in Bitcoin, wie ursprünglich investiert. Die Steuer vom Profit automatisch vor Auszahlung abzuziehen ist lt. Broker nicht möglich. Sollte ich nicht zahlen oder mein Konto löschen wollen (da ich auch dafür angefragt habe), wird angedacht, mich zu klagen. Ich kann auch keine Teilbeträge abheben, sondern muss den kompletten Profit beheben. Mir wird schon von allen Seiten gesagt, dass dies nicht mit rechten Dingen zugeht. Langsam bin ich jedoch schon fertig und die ewigen Chats mit gewisser Druckausübung haben mich sehr verunsichert. Was ist Ihre Meinung dazu? Vielen Dank!

  5. Chris

    Frage an die Community:

    Ein Dame die Kuvera vertreibt behauptet, dass Sie die Gewinne mit den Forex-Trades in Bitcoins auszahlen lässt und 1 Jahr lang liegen lässt und somit keine Steuern zahlen muss?

    Ist das legitim? aus meiner Sicht nicht.

    Was sagt ihr dazu?

    1. AllesBroker

      Also wenn es echte Kryptos sind, dann würde das so funktionieren. Nehme aber stark an, dass es um CFDs geht. In so einem Fall funktioniert das natürlich nicht.

      LG

  6. Chris

    Vielen Dank für die rasche Antwort!
    Ja mir ging es um den CFD Handel.
    Aber interessant, wenn ich Krypto Trade, d.h. heute kaufe und morgen verkaufe und damit Gewinn erzielt habe und mit dem z.B. Bitcoins kaufe und diese dann 1 Jahr lang liegen lasse, dann zahl ich keine Steuern auf den Gewinn meiner Trades?

    1. AllesBroker

      Gerne!
      Ja, das ist korrekt, da Kryptowährungen ein relativ neues Phänomen sind und daher unter digitale Vermögenswerte fallen.
      Aber auch der Tauschen zwischen zwei Coins wäre ein steuerpflichtiger Vorgang, wenn dieser <1 Jahr geschieht. Also empfiehlt es sich wirklich, eine echte (!) Kryptowährung zu kaufen und diese danach mehr als 1 Jahr lang nicht anzurühren.
      Trotzdem an dieser Stelle der Disclaimer, dass wir keine Steuerberater sind und dies keine Steuerberatung darstellt! 🙂
      LG Martin // AllesBroker

      1. Chris

        Interessant!
        Danke nochmals für die schnelle Antwort!
        LG Chris

  7. CFD-Trader

    Vielen Dank für die übersichtliche Darstellung der steuerlichen Behandlung der Finanzprodukte!

    Gibt es eine Beschränkung des Verluastausgleichs bei CFD-Trading?
    ZB. Gewinn EUR 70.000,–, Verlust EUR 50.000,–
    Zu versteuernder Betrag ist EUR 20.000,– Richtig?
    Ich frage deshalb, da Videos kursieren, in denen von einem maximalen Verlustausgleich (in Deutschland) von EUR 10.000,– pro Jahr gesprochen wird.
    Dann wären im genannten Beispiel ja EUR 60.000,– zu versteuern, obwohl sich das Kapital vor Steuern ja nur um EUR 20.000,– vermehrt hat.

    Sind CFDs auf Währungen, Indizes, Aktien und Optionen die gleiche Anlageklasse?

    Vielen Dank im Voraus

    1. Andi

      Hallo CFD Trader, hallo Allesbroker-Team.
      Schließe mich der Frage an.

      Was ich auch öfters gehört habe, dass die Steuerberechnung beim CFD Handel sehr komplex sein soll und ein Steuerberater dafür erforderlich sei. Bei meinem Broker (Plus 500) bekomme ich eine Lister der gesammten trades bzw. Gewinne oder Verluste jeder Position, die ich einfach gegenüber stelle. Also warum einen Steuerberater??? Hab ich da was übersehen?

      Danke auch im Voraus!
      Freundliche Grüße
      Andi

  8. Denis

    Hallo
    Ich verdiene unter 11.000euro im Jahr, Zahl ich dann tatsächlich keine Steuern für den Handel von forex auch wenn ich z. B eine Gewinn von z. B ka 20.000 Euro mache?

  9. CFD-Trader

    Hallo Denis,

    nein. Der Gewinn aus dem Forex Handel wird deinem normalen Einkommen hinzugerechnet. Alles über EUR 11.000,– musst du versteuern.

  10. Franz

    Hallo!
    Für das heurige Jahr werde ich wohl erstmals Einkommensteuer für Gewinne mit CFDs zahlen müssen. Meine Frage: unterliegt die ESt für Einkünfte aus Kapitalvermögen auch der ESt-Vorauszahlung?
    Mit anderen Worten: ich bin selbständiger Einzelunternehmer und leiste pro Quartel ESt-Vorauszahlungen. Dass sich meine ESt durch die Gewinne aus dem CFD-Handel erhöht ist klar. Aber erhöht sich auch die Vorauszahlung?
    Wäre schön, wenn jemand hier das beantworten könnte! Danke im Voraus.

  11. Christian

    Guten Tag,
    Ist ein Erklärungswechsel mit Formular “Verf24” auch notwendig wenn Gewinne mit CFDs bei einem ausländischen Broker gemacht wurden, also Einkommensteuer fällig wird ?

  12. Andreas

    Hallo,
    in diesem Jahr habe ich angefangen bei eToro zu traden. Sämtliche steuerlichen Abgaben muss ich eigenständig bekannt geben. Da ich mit $ anstatt mit € handle würde ich mich interessieren, zu welchen Wechselkurs ich die Gewinne berechnen muss. Die geschlossenen Trades sind alle an unterschiedlichen Tagen mit unterschiedlichen $/EUR Wechselkurse geschlossen worden. Kann mir hier jemand weiterhelfen?
    Danke!

    1. Martin

      Das würde mich auch interessieren. Soll ich jeden Trade in euro umrechnen und dann den Endergebnis zusammen rechnen?

  13. Samuel

    Hallo, meine Frage: wenn ich als Österreicher bei bitmex (broker) bitcoin mit zb.30x hebel handle und gewinne erziehle. Muss ich diese bitcoins dann bei bitmex ein jahr liegen lassen zwecks der steuer oder kann ich diese zb. auf coinbase zurück überweisen und dort für mind. 1 jahr liegen lassen. Oder habe ich sowieso steuern zu zahlen weil ich mit hebel gewinne erziehlt habe. Danke für die Infos.

    1. andreas

      Ich denke wenn es gehebelt ist ist kei Bitcoin sondern ein Derivat darauf. Fiele dann so oder so unter Spekulation

  14. Peter

    Hallo,
    schöne Grüße ,ich habe eine Frage – KESt.-Abfuhr bei Brokern aus dem Ausland haben sie diese gesonderten Beitrag erstellt ( formulare etc.) das wäre super hilfe für mich und für die anderen. vielen Dank für die Antwort

  15. andreas

    Bei der Besteuerung von CFDs stelle ich mir die Frage, ob das vor Gericht halten würde. Ist es nicht sittenwidrig wenn man Steuer auf Verluste zahlen muß (wegen fehlendem Verlustvortrag, fehlender Gegenrechnung von Tradingverlusten mit anderen Einkommensarten? Wenn man keinerlei Werbungskosten abziehen kann (zb 1000 Euro Gewinn, aber 50 Euro SWAP macht am Konto nur 950 Euro Gewinn)…

  16. Unicorn

    Hi! Habe in P2P in Mintos investiert. Wenn man den Jahressteuerbescheid über die Website anfordert stehen dort Zinsen. Insgesamt sind allerdings noch Kredite ‘in recovery’ in einer Höhe, die die Zinsen übersteigt. Dh eigentlich habe ich keinen Gewinn sondern Verluste. Müssen die Zinsen dennoch versteuert werden oder können Verluste vor der Versteuerung gegengerechnet werden? Gibt es bereits einen Beitrag wie man die Steuern korrekt in FinanzOnline angibt/abführt? Vielen Dank im Voraus und ganz liebe Grüße!

  17. Marco MUCKENHUBER

    Hallo, muss ich nur das ausbezahlte Geld versteuern oder auch das was noch in diversen Cfds angelegt ist?!

  18. Hans

    Am Kontoauszug bei Interactive Brokers werden die Devisenkursgewinne/-verluste EUR/USD gesondert ausgewiesen. Sind diese für die KEST Berechnung mit den Aktienkursgewinnen/-verlusten zu saldieren?
    Die ErsteBank weist Devisenkursänderungen nicht gesondert aus; diese werden automatisch mit den Kursgewinnen saldiert.

  19. Hans

    Die Frage bezieht sich nur auf Devisenkursgewinne/-verluste, welche im Zuge des Aktienhandels bei US Titeln anfallen.

  20. Werner

    Wie verhält sich das Ganze, wenn mehrere Konten vorhanden sind bei Cryptowährungen, CFD, Aktien? Bsp Konto A in AT, Konto B ( ev. im Ausland und geführt in USD). Auf A sind BTC > 1 Jahr lang vorhanden. Auf B werden BTC innerhalb eines darauffolgenden Jahres gekauft und verkauft, d.h. wären steuerpflichtig, wenn nur das Konto B alleine betrachtet werden würde. Wenn man aber davon ausgeht, dass die BTC FIFO mässig verkauft werden, würde keine Steuer anfallen, da die verkauften (obwohl von einem anderen Konto!!) länger als ein Jahr gehalten wurden. Dürfen bzw. müssen diese Konten getrennt betrachtet werden ? Danke!

  21. Peter

    Hallo
    Interssanter Beitrag!
    Ich verdiene im Jahr über 40 k und bezahle ca. 40% Einkommensteuer muss ich somit den Devisenhandel mit 40%Einkommensteuer besteuern?
    Gibt es ein Freibetrag, wie hoch?
    Und wenn ich z. B nur 10% Einkommensteuer bezahle bezahle ich dann somit auch nur 10% auf den devisenhandel?

  22. Martin

    Seit wann gilt für die Kryptowährungen die jetzige Bestimmung? Hätte jemand schon im 2010 bitcoin trades versteuern müssen? Wenn nicht, gab es ein konkretes Jahr ab dem es pflichtig gemacht wurde? Danke und Lg,

    1. AllesBroker

      Hallo!
      Das war schon immer so, da es für Kryptos keine separate Regelung gibt. Sie fallen alle unter die Spekulationsfrist von 1 Jahr, welche zum Beispiel auch für Immobilien gilt.
      LG,
      Martin // AllesBroker

  23. DG

    Hallo und Danke für die gesammelten Informationen!

    Habe da mal eine Interessesfrage, da ich selbst mit dem Gedanken spiele, so etwas zu machen. Wie sieht denn die Rechtslage beim Proptrading (v.a
    Forex) in Österreich aus? Zähle ich als Freiberufler oder Freelancer? Brauche ich ein Gewerbe? Steuerlich ist es ja relativ klar, die interessantere Frage für mich ist die nach der Versicherung.
    Danke im Voraus und schönes Wochenende!

    1. DG

      “…so etwas hauptberuflich zu machen.” sollte da eigentlich stehen.

  24. Christian Balzer

    Ich bin Schüler, und bei den Eltern mitversichert, mache im Monat ca. 100€ Gewinn. Muss ich Sozialversicherungsbeiträge zahlen?

  25. Wolfgang Wild

    Achtung:
    Der niedrigste Einkommensteuersatz beträgt seit 2020 “nur” 20 %, nicht 25 %.

  26. Daniel

    Danke für den tollen Artikel! Gibt es Möglichkeiten durch Gründung eines Gewerbes oder Unternehmens Steuererleichterungen auf Irgendwelche in diesem Artikel genannten Gewinne nutzen zu können? Vielen Dank im Voraus!

    1. Gerald

      Hallo Daniel,

      Du kannst dein Finanzvermögen z.B. in eine GmbH einbringen.
      Vorteil wäre hier z.B. ein Verlustvortrag, Besteuerung erst bei Entnahme des Vermögens usw.
      Aber dafür brauchst du wirklich einen Steuerberater!

      LG

  27. Wu

    Hallo!

    Ich hab im Jahr 2020 ein Depot bei einem Online Broker aus dem Ausland (Großbritannien in dem Fall) eröffnet. Im Kalenderjahr 2020 habe ich im Gesamten jedoch nur einen Verlust gemacht. Muss ich in dem Fall dennoch eine Beilage zur Einkommensteuererklärung E 1 für Einkünfte aus Kapitalvermögen dem Finanzamt abgeben oder kann man sich das bei einem Gesamtverlust sparen?

    Mit freundlichen Grüßen
    Wu

    1. Chris

      Servus,
      Ich glaube schlecht wäre es nicht, aber habe vor Jahren habe ich auch mal mit einem Ausland-Depot (DE) begonnen meine Fonds mit einem leichten Verlust zu verkaufen und nicht dem F.A. gemeldet. Seither ist nichts passiert.

      Vielleicht hilft dir diese Info weiter.

      LG

  28. Chris

    Servus Leute, Eine Frage zu Optionen:

    Wenn ich eine Option ausführe (d.h. ich kaufe 100 Aktien zum Preis x), fließen dann die Kosten die Option in die Kosten (Anschaffungskosten) der Aktien mit ein?

    Bsp.: Kosten Option 500€, berechtigt mich 100 Aktien zum Preis von 10€ zu kaufen, gem. oben heißt das:
    100 x 10€ = 1000€ + 500€ = 1500€ (Anschaffungskosten) umgerechnet 1500 / 100 = 15€ je Aktie

    lt. einem Betrag vom ÖSV (Österreichischer Steuer Verein) ist das so zu werten. Mich macht nur etwas stutzig, dass bei privaten Anschaffungsnebenkosten nicht zählen.

    Hoffe jemand kann mir weiterhelfen.

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